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	<title>Die Vier-in-einem-Perspektive &#187; Frauenbewegung</title>
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	<description>Politik von Frauen für eine neue Linke</description>
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		<title>Vortrag: Feminismus, Sozialismus und Utopie</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 22:21:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Wohin ging die Erbschaft aus der verschwundenen Frauenbewegung?
Versuch einer Wiederaneignung in feministischer Perspektive
siehe: Vortrag Marburg, Oktober 2009
Vortrag:

Download

Oberhessische Presse, Freitag, 30. Oktober, S. 2
Feministin: Schlagkräftige Frauenbewegung fehlt
Frigga Haug referiert zum Auftakt der Vortragsreihe &#8220;Gender Lectures&#8221; in der Marburger Universität

Die „Grand Dame“ des marxistischen Feminismus zu Besuch in Marburg: Frigga Haug, eremitierte Professorin für Soziologie an der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5>Wohin ging die Erbschaft aus der verschwundenen Frauenbewegung?<br />
Versuch einer Wiederaneignung in feministischer Perspektive</h5>
<p>siehe: <a href="http://www.vier-in-einem.de/index.php/2009/07/22/feminismus-sozialismus-und-utopie/">Vortrag Marburg</a>, <strong>Oktober 2009</strong></p>
<p>Vortrag:</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.vier-in-einem.de/wp-content/plugins/flash-video-player/default_video_player.gif" /><br />
<a href="http://www.vier-in-einem.de/wp-content/uploads/Marburg09.mp3">Download</a></p>
<p></p>
<pre>Oberhessische Presse, Freitag, 30. Oktober, S. 2</pre>
<h3>Feministin: Schlagkräftige Frauenbewegung fehlt</h3>
<h5>Frigga Haug referiert zum Auftakt der Vortragsreihe &#8220;Gender Lectures&#8221; in der Marburger Universität</h5>
<p><span><img class="image-left alignleft" title="Frigga Haug" src="/wp-content/uploads/haug-mini.png" alt="Frigga Haug" width="150" height="200" /></span></p>
<p>Die „Grand Dame“ des marxistischen Feminismus zu Besuch in Marburg: Frigga Haug, eremitierte Professorin für Soziologie an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik, erörterte am Dienstagabend in der Philipps-Universität die Frage „Wohin ging die Erbschaft der verschwundenen Frauenbewegung?“. Rund 200 Interessierte waren zu dem Vortrag der aktiven Feministin und Sozialistin Haug gekommen, der zugleich den Auftakt der Veranstaltungsreihe „Gender Lectures“ des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung der Philipps-Universität bildete: Unter dem Titel „Kritik – Emanzipation – Utopie“ werden in diesem Rahmen im Laufe des Wintersemesters ausgewiesene Expertinnen zentrale Fragestellungen des Feminismus und der Gender Studies behandeln. Frigga Haug steht dabei für eine marxistische Strömung des Feminismus; die 72jährige habe sich stets bemüht, „den Linken den Feminismus und den Feministinnen linke Perspektiven beizubringen“, wie es Ingrid Kurz-Scherf, Professorin am Institut für Politikwissenschaft und geschäftsführende Direktorin des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung umschrieb.<span id="more-732"></span></p>
<p>Haug lieferte in ihrem Vortrag eine Interpretation der Gründe für den Niedergang des Feminismus und der Frauenbewegung: Einerseits seien in der öffentlichen Debatte Zerrbilder von den „lustfeindlichen Lila-Latzhosenträgerinnen“ produziert worden. Feminismus sei für junge Frauen somit kein attraktives Projekt, eher „der Apfel, den man nicht essen sollte“. Andererseits hieße es landläufig, Frauen hätten angesichts ihrer starken Präsenz in Talkshows etc. die Macht sowieso bereits übernommen. Haug hielt diesen Zerrbildern Zahlen von UniFem entgegen, die eine andere Realität offenbaren: Das Verhältnis von Männern und Frauen an Regierungen fiele weltweit mit 4:1 enttäuschend aus, die Unterdrückung der Frauen bestehe global weiter fort, etwa 2/3 aller Frauen würden weltweit im Laufe ihres Lebens Opfer von sexueller Gewalt. Trotz der globalen Missstände existiere aber keine schlagkräftige Frauenbewegung mit sozial-emanzipatorischen Ansprüchen mehr – diese sei vielmehr beerbt worden durch nicht-linke Strömungen wie dem „konservativen Feminismus“ einer Familienministerin v. d. Leyen oder der ehemaligen TV-Sprecherin Eva Hermann, sowie dem „Elitefeminismus“, vertreten durch die Journalistin Thea Dorn, welcher Leistungsfähigkeit, Selbstbewusstsein und Individualisierung von Frauen beschwöre und somit dem Neoliberalismus in die Hände gespielt habe. Die Frauenbewegung habe aber immer mehr gewollt als „nur Gleichstellung“ – sie habe für eine andere Gesellschaft gekämpft. Gegen das derzeitig vorherrschende kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell, das nur Arbeit im Produktionssektor als solche anerkennt und den Bereich von Hausarbeit und Pflege abwertet, schlug Haug ein Alternativ-Modell vor, welches sie in ihrem Buch „Die 4-in-einem-Perspektive“ ausbuchstabiert hat: Mit der Forderung „Teilzeitarbeit für alle“ hätten die Menschen größere Möglichkeiten, sich der Haus- und Familienarbeit, kreativen und genießerischen Tätigkeiten, und nicht zuletzt politischen Aktivitäten zu widmen.</p>
<p>Organisatorinnen und Beteiligte der Veranstaltung sind gespannt, ob und wie sich diese Vision der feministischen Marxistin Haug mit den Ideen der anderen Wissenschaftlerinnen zusammenbringen lassen, die zu den „Gender Lectures“ in diesem Wintersemester geladen sind: Am 12.01.2010 spricht Prof. Dr. Andrea Maihofer (Univeristät Basel) über „Prekarität feministischer Kritik“, am 26.01.2010 Prof. Dr. Cornelia Klinger (Universität Tübingen) über „Unzeitgemäße Betrachtungen über die Möglichkeit einer Theorie des Patriarchats“ und am 02.02.2010 Prof. Dr. Barbara Holland-Cunz (Universität Gießen) über „Krisen und Utopien“. Die Vorträge sind öffentlich und finden um 20h c.t. im HS 207 im Hörsaalgebäude, Biegenstraße 14, statt.</p>
<p>Text: Eva Berendsen</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.uni-marburg.de/genderzukunft/studium/gl0910/haug_presse">http://www.uni-marburg.de/genderzukunft/studium/gl0910/haug_presse</a></p>
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		<title>Vortrag: Geschlechterverhältnisse in der Krise</title>
		<link>http://www.vier-in-einem.de/index.php/2009/11/vortrag-geschlechterverhaltnisse-in-der-krise/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 18:03:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[siehe: Vortrag Aachen, Juli 2009
Vortrag:

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Diskussion:

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]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>siehe: <a href="http://www.vier-in-einem.de/index.php/2009/07/22/geschlechterverhaltnisse-in-der-krise/">Vortrag Aachen</a>, <strong>Juli 2009</strong></p>
<p>Vortrag:</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.vier-in-einem.de/wp-content/plugins/flash-video-player/default_video_player.gif" /><br />
<a href="http://www.vier-in-einem.de/wp-content/uploads/AachenerVortrag09-10-10.mp3">Download</a></p>
<p>Diskussion:</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.vier-in-einem.de/wp-content/plugins/flash-video-player/default_video_player.gif" /><br />
<a href="http://www.vier-in-einem.de/wp-content/uploads/AachenerDiskussion09-10-10.mp3">Download</a></p>
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		<title>Historischer Moment?</title>
		<link>http://www.vier-in-einem.de/index.php/2009/07/historischer_moment/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 23:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nti</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Frauenbewegung]]></category>
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		<description><![CDATA[Programmatisches der anderen Art gelang auf dem Frauenplenum der Partei Die Linke. Eine Rückschau Von Frigga Haug, Jutta Meyer-Siebert, Cornelia Möhring, Nicola Tiling
 
Mehr als 200 Frauen waren am Morgen des 20. Juni zum Frauenplenum am Tag des Linke-Wahlprogrammparteitages gekommen. Angespannte Fröhlichkeit  es war klar, es ging um etwas. Es ging um nicht weniger, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address>Programmatisches der anderen Art gelang auf dem Frauenplenum der Partei Die Linke. Eine Rückschau Von Frigga Haug, Jutta Meyer-Siebert, Cornelia Möhring, Nicola Tiling</address>
<p> </p>
<p>Mehr als 200 Frauen waren am Morgen des 20. Juni zum Frauenplenum am Tag des Linke-Wahlprogrammparteitages gekommen. Angespannte Fröhlichkeit  es war klar, es ging um etwas. Es ging um nicht weniger, als der Partei Die Linke endlich unübersehbar ins Programm und in die Köpfe zu schreiben, daß sie ihrem Namen nicht gerecht werden kann, wenn sie weibliche Erfahrungen und Perspektiven für eine menschlichere Gesellschaft weiter ignoriert. Und es ging darum zu zeigen, daß die Linke ein Ort ist, an dem Frauen selbstbewußt Politik machen und Verantwortung übernehmen für eine Gesellschaft, in der menschliche Entwicklung mehr zählen soll als Profitinteressen.<span id="more-548"></span></p>
<p>Mit starker Stimme auf dem Parteitag sprechen &#8211; das wollten alle Teilnehmerinnen des Plenums. Schon im Vorfeld war der Entwurf eines gemeinsamen Wahlaufrufs intensiv diskutiert und modifiziert worden. Ziel war es, Leitlinien für eine Politik vorzulegen, die sich nicht nur dem Kampf gegen herrschende Mißstände und Ungerechtigkeiten verschrieben hat, sondern auch schon eine Alternative vorschlägt. Debattengrundlage war Frigga Haugs »Vier-in-einem-Perspektive«. In ihr wird eine neue Zeitverfügung und -verteilung in den Bereichen Erwerbsarbeit, Reproduktion, eigene Entwicklung und Gesellschaftsgestaltung vorgestellt (siehe dazu auch jW-Feminismus-Beilage vom 25. Februar). Das, was wir gemeinhin als menschlich bezeichnen Fürsorge, Liebe, Mitleid, was aber nichts zählt, weil es sich nicht rechnet, wird in dieser Perspektive aus den häuslichen vier Wänden entlassen und radikal aufgewertet. Mehr als vier Stunden Erwerbsarbeit können wir uns nicht leisten. Nicht nur vier bis fünf Millionen Arbeitslose geben Zeugnis davon, daß die Produktivität in der Bundesrepublik längst hoch genug ist für eine allgemeine Verkürzung der Erwerbsarbeitszeit.</p>
<h3>Für etliche zu radikal</h3>
<p>In Wahlkampfzeiten fand dieser für Die Linke radikale Entwurf nicht nur Freundinnen. Da gab es Angst vor der eigenen Courage im Vorbereitungskreis, der mit Vertreterinnen verschiedener Strömungen besetzt war, unter ihnen sowohl Mitglieder von LISA, der feministischen Arbeitsgemeinschaft der Linkspartei, als auch Vorständlerinnen. Die aktuelle Verschärfung der sozialen Verhältnisse durch die Wirtschafts- und Finanzkrise tat ein übriges. So wurde dann auch die Zuspitzung der »Vier-in-einem-Perspektive« auf die provokante Parole »Teilzeit für alle« im Vorfeld von einigen abgelehnt.</p>
<p>Eine Zeit lang sah es so aus, als würde der Plan scheitern, einen gemeinsamen Aufruf zu verabschieden. Nicht, weil es umfassende Kritik gab. Die gab es lediglich in einigen Punkten. Gleichwohl nahmen die Arbeitskämpfe der Gegenwart breiten Raum in der Debatte ein. Berichten von Frauen, die die Kämpfe im Kita- und Einzelhandelsbereich aktiv unterstützen, einer Betriebsrätin und Vertrauensfrau von Opel Eisenach, die die Gemeinsamkeit ihres Kampfes mit dem der Karstadt-Beschäftigten betonte, wurde erweiterte Redezeit eingeräumt. Sie erhielten viel Applaus und kämpferische Solidaritätserklärungen. In Frage stand nie der Aufruf in seinem Inhalt, sondern eher die Zumutung, zu einem Zeitpunkt über ein Stück Theorie zu diskutieren, an dem von Frauen maßgeblich bestimmte Politik auf der Straße stattfindet. Es war nicht leicht klarzumachen, daß beides nicht gegeneinander steht, sondern daß ein Aufruf, der menschliche Entwicklung ins Zentrum rückt, die konkreten Kämpfe abstützt und sogar ein Brückenschlag sein kann, der alltägliche Auseinandersetzungen und Vorstellungen von einem besseren Leben miteinander verbindet. Ganz im Sinne einer revolutionären Realpolitik, wie Rosa Luxemburg sie versteht. In dieser Lage war es dann umso bemerkenswerter, daß das Plenum zu einer Einigung kommen und sich mit einem gemeinsamen Aufruf über alle Strömungen und Zweifel hinweg auf dem Parteitag einbringen konnte. Dies ist als eine Art historischer Wende in unserer Politik um Frauen und der Frauen in der Partei nicht hoch genug einzuschätzen.</p>
<p>Es waren zwei eindringliche Appelle, die die Einigung beförderten. Eine kompetente Antragskommission und eine kompromißbereite Vorbereitungsgruppe führten das Plenum souverän zur Zustimmung zu einem Aufruf, der vom feministischen Standpunkt kapitalismuskritisch auf eine Gesellschaft mit radikal veränderter Arbeitsteilung zielt. Die Freude und Erleichterung über das Erreichte war vielen anzusehen.</p>
<h3>Ernüchterung</h3>
<p>Einen ersten Dämpfer erfuhr die Aufbruchstimmung mit der Eröffnung des eigentlichen Parteitages am Mittag das Frauenplenum war ihm vorgelagert durch den Tagungsleiter, der die Delegierten launig mit der Bemerkung begrüßte, daß die Genossen noch ausgeruht, die Genossinnen aber schon abgekämpft seien. Derlei machohafte Koketterie allein könnte frau noch selbstbewußt ignorieren. Doch die Impertinenz dieses Witzes setzte sich in der Art und Weise fort, wie der Parteitag auf den von der stellvertretenden Vorsitzenden Ulrike Zerhau vorgetragenen Bericht reagierte. Es war schlicht demütigend für alle Teilnehmerinnen des Plenums. Oskar Lafontaine hatte zuvor seine im Zeitplan der Konferenz vorgesehene Redezeit um mehr als das Doppelte auf etwa zwei Stunden ausgedehnt.</p>
<p>Danach hätten viele tatsächlich eine Pause gebraucht. Aber nun wollte die Tagungsleitung wieder Zeit gewinnen auf Kosten der Frauen und ihrer Präsentation. Die begann damit, daß frauenpolitische Forderungen aus den Programmatischen Eckpunkten der Partei auf lila Transparenten an den Balustraden der Gästetribünen enthüllt wurden und sechs Frauen ein Banner mit der Forderung nach radikaler Verkürzung der Arbeitszeit auf die Bühne trugen. Schon während dieser Inszenierung verließ ein großer Teil der Delegierten weibliche wie männliche stühlerückend und in lauter Unterhaltung den Saal. Aufbruch war angesagt. Auch die noch Anwesenden verstanden den Auftritt der Frauen offenbar als Pausen einlage. Entsprechend geräuschvoll ging es zu. Irgendwann mahnte der Versammlungsleiter zur Ruhe, und irgendwie gingen die 15 Minuten der Redezeit für die Vertreterinnen des Frauenplenums vorbei. Reflexhafter Beifall, das war?s. In keinem der folgenden Beiträge wurde auf den Aufruf oder das Frauenplenum Bezug genommen. Auch die Presse hüllte sich weitgehend in Schweigen. Unser Ziel, eine andere Frauenpolitik vorzuschlagen, verkam in dieser Anordnung und Atmosphäre zu einer Nebensache.</p>
<h3>Umfassender Anspruch</h3>
<p>In der Linken, die in ihren Strukturen männlich dominiert ist, gilt Frauenpolitik vor allem als Politik gegen die besondere Benachteiligung von Frauen. Hier wird sie eingereiht in den unendlichen Strom von Ungerechtigkeiten in dieser Gesellschaft, die schon lange bekannt sind. Als hätten Frauen nicht mehr zu sagen, als daß sie Unterdrückte und Opfer seien. Dabei kündigt sich in der Krise an, daß in der Zeit nach dem Neoliberalismus, die jetzt beginnt, die Bereiche der Re-Produktion des Lebens ins Zentrum von Politik rücken müssen. Die Wirtschaftskrise führt vor, daß die Konzentration auf den Profit, die auch eine Konzentration auf die Erwerbsarbeit im kulturellen Selbstverständnis der Gesellschaft bedeutet, an ein Ende gekommen ist. Die Klimakatastrophe verlangt nach einem schnellen Zurückfahren industrieller Produktion, die Hungerkrise nach Umverteilung. Beides ist ohne das Mitwirken der Bevölkerung nicht zu machen. Diktatur oder radikale Demokratie: in dieser Zuspitzung besetzen Frauen einen Schlüsselposten, für dessen Einnahme auch sie sich verändern müssen.</p>
<p>Ohne die Teilhabe von Frauen ist linke Politik zum Scheitern verurteilt. So ernst ist es.</p>
<ul>
<li>Die Autorinnen sind Mitglieder bzw. Sympathisantinnen der  Partei Die Linke</li>
<li>Der Wahlaufruf und der Bericht im Internet: <a href="http://die-linke.de/partei/organe/parteitage/bundestagswahlparteitag_2009/frauenplenum/wir_koennen_auch_anders_es_ist_an_der_zeit" target="_blank"> die-linke.de/partei/organe/parteitage/bundestagswahlparteitag_2009/frauenplenum/wir_koennen_auch_anders_es_ist_an_der_zeit</a>/</li>
<li>Bericht von Ulrike Zerhau:<a href="http://die-linke.de/partei/organe/parteitage/bundestagswahlparteitag_2009/frauenplenum/seien_wir_realistisch_fordern_wir_das_unmoegliche" target="_blank"> die-linke.de/partei/organe/parteitage/bundestagswahlparteitag_2009/frauenplenum/seien_wir_realistisch_fordern_wir_das_unmoegliche</a>/</li>
</ul>
<p><strong>Artikel veröffentlicht in der Jungen Welt 17.07.2009: <a href="Veröffentlicht in der Jungen Welt 17.07.2009 http://www.jungewelt.de/2009/07-17/003.php?sstr=frauenplenum"></a></strong></p>
<p><strong><a href="Veröffentlicht in der Jungen Welt 17.07.2009 http://www.jungewelt.de/2009/07-17/003.php?sstr=frauenplenum">http://www.jungewelt.de/2009/07-17/003.php?sstr=frauenplenum</a></strong></p>
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		<title>Interview: Feminismus und Marxismus</title>
		<link>http://www.vier-in-einem.de/index.php/2009/06/interview-feminismus-und-marxismus/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 23:08:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Frauenbewegung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Aktualität von Feminimus und Marxismus, Interview auf RadioZ (Nürnberg) Mai 2009
Teil1:

Teil2:

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Aktualität von Feminimus und Marxismus, Interview auf RadioZ (Nürnberg) <strong>Mai 2009</strong></p>
<p>Teil1:</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.vier-in-einem.de/wp-content/plugins/flash-video-player/default_video_player.gif" /></p>
<p>Teil2:</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.vier-in-einem.de/wp-content/plugins/flash-video-player/default_video_player.gif" /></p>
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		<title>Vortrag: Mädchenarbeit in Genderzeiten</title>
		<link>http://www.vier-in-einem.de/index.php/2009/06/vortrag-madchenarbeit-in-genderzeiten/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 13:21:40 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufgezeichnet beim 5ten Vernetzungskongress der LAG Mädchenarbeit NRW, Oktober 2008. Frigga Haug spricht über ihre Erfahrungen und Untersuchungen wie Mädchen sich als Frau in Gesellschaft einarbeiten. Die Erkenntnisse kämpfen mit der zur Zeit gültigen Bedingung, dass das kollektive Subjekt Frau im Begriff Gender und die Frauenfrage in Gender Mainstreaming aufgelöst wurde und zugleich Feminismen neu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgezeichnet beim 5ten Vernetzungskongress der <a href="http://www.maedchenarbeit-nrw.de/" target="_blank">LAG Mädchenarbeit</a> NRW, <strong>Oktober 2008</strong>. Frigga Haug spricht über ihre Erfahrungen und Untersuchungen wie Mädchen sich als Frau in Gesellschaft einarbeiten. Die Erkenntnisse kämpfen mit der zur Zeit gültigen Bedingung, dass das kollektive Subjekt Frau im Begriff Gender und die Frauenfrage in Gender Mainstreaming aufgelöst wurde und zugleich Feminismen neu auferstehen, eingegrenzt und limitiert  als Elitefeminismus (Thea Dorn), als Mütterfeminismus (Eva Herrmann) und als konservativer Feminismus (von der Leyen).</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.vier-in-einem.de/wp-content/plugins/flash-video-player/default_video_player.gif" /><br />
<a href="http://www.vier-in-einem.de/wp-content/uploads/Maedchen08.mp3">Download</a></p>
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		<title>Video: Die 68erinnen – Rebellische Frauen und Politik als Männersache</title>
		<link>http://www.vier-in-einem.de/index.php/2009/06/video-die-68erinnen-%e2%80%93-rebellische-frauen-und-politik-als-mannersache/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Jun 2009 11:14:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Reihe: Auf den Spuren der Revolte – Essen – Rosa Luxemburg Club,  März 2008 
Ein fulminanter Ritt durch 40 Jahre Frauenbewegung inkl. Wendungen und Lehren für heute.

(Fragen aus dem Publikum wurden aus Datenschutzgründen herausgeschnitten)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Reihe: <strong>Auf den Spuren der Revolte</strong> – Essen – Rosa Luxemburg Club,  <strong>März 2008 </strong></p>
<p>Ein fulminanter Ritt durch 40 Jahre Frauenbewegung inkl. Wendungen und Lehren für heute.</p>
<p style="text-align: center;"><img src="" /></p>
<p style="text-align: center;">(Fragen aus dem Publikum wurden aus Datenschutzgründen herausgeschnitten)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vortrag: Marxismus &amp; Feminismus</title>
		<link>http://www.vier-in-einem.de/index.php/2009/05/vortrag-marxismus-feminismus-2007/</link>
		<comments>http://www.vier-in-einem.de/index.php/2009/05/vortrag-marxismus-feminismus-2007/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 May 2009 08:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediathek]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Rosa Luxemburg]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf Einladung des schweizer revolutionären Aufbaus spricht Frigga Haug über das Verhältnis von Marxismus und Feminismus. Zürich, November 2007.

Download
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Einladung des schweizer revolutionären Aufbaus spricht Frigga Haug über das Verhältnis von Marxismus und Feminismus. Zürich, <strong>November 2007</strong>.</p>
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		<title>Radio: Geschlechterverhältnisse als Produktionsverhältnisse</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 10:51:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediathek]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Grüne Bildungswerkstatt Wien
Frigga Haug kritisierte im Vortrag die herr-schenden Zustände als Feministin und entwirft Möglichkeiten zur Emanzipation von Frauen. Sie plädierte dabei für eine Verbindung von Feminismus und Kapitalismuskritik, wobei sie auf die Zentralität einer Kritik der Geschlechter- und Produktionsverhältnisse für eine emanzipatorische Politik verwies. In ihrem Referat führte sie die Zusammenführung dieser zwei Achsen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5>Grüne Bildungswerkstatt Wien</h5>
<p>Frigga Haug kritisierte im Vortrag die herr-schenden Zustände als Feministin und entwirft Möglichkeiten zur Emanzipation von Frauen. Sie plädierte dabei für eine Verbindung von Feminismus und Kapitalismuskritik, wobei sie auf die Zentralität einer Kritik der Geschlechter- und Produktionsverhältnisse für eine emanzipatorische Politik verwies. In ihrem Referat führte sie die Zusammenführung dieser zwei Achsen vor und ging somit weit über die eindimensionale Frage hinaus, welche der beiden Achsen nun den Haupt- bzw. Nebenwiderspruch darstelle. Geschlechterverhältnisse sind konstituierender Teil aller sozialen, politischen und auch wirtschaftlichen Beziehungen. Beide Achsen verbinden sich zu einem Herrschaftssystem, das es zu überwinden gelte: &#8220;Zwei einander überlagernde Herrschaftsarten bestimmen den Fortgang der Geschichte, die der Verfügung einiger über die Arbeitskraft vieler in der Lebensmittelproduktion und die Verfügung der (meisten) Männer über weibliche Arbeitskraft, Gebärfähigkeit und den sexuellen Körper der Frauen in der &#8220;Familie&#8221;.  <strong>März 2006</strong></p>
<p>Quelle: <a href="http://www.gbw-wien.at/?art_id=138" target="_blank">http://www.gbw-wien.at/?art_id=138</a></p>
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